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Business Cards: 5 Tipps für die perfekte Visitenkarte

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„Wer braucht heute noch Business Cards?“, entgegnete mir ein Freund vergangene Woche, als ich ihn fragte, wo ich meine neuen Karten drucken lassen könnte. Die Antwort: nicht jeder.

Denn nicht jeder legt Wert auf einen guten Eindruck, auf Stil und auf die Ästhetik einer gut durchdachten Business Card. Selbst auf der allerletzten verhipsterten Startup-Messe in Berlin-Mitte macht die gute alte Visitenkarte noch etwas her. Mal ehrlich: Sich an Ort und Stelle Mails schreiben, die untergehen? QR-Codes auf diesen lächerlichen Umhängeschildern, die Messeteilnehmer wie Cartier-Schmuck mit sich tragen, abscannen? Teilnehmer bei LinkedIn suchen, wie alle anderen auch? Nein. Lassen wir das.

Deshalb gleich richtig machen und auf eine anständige Karte setzen. Dass die große Mehrheit der heutigen Geschäftswelt nur einen Nutzen, keine Botschaft dahinter versteht, ist ein Vorteil: Zeit, hervorzustechen.

Weniger ist mehr

Zu oft habe ich Visitenkarten bekommen, die nicht nur schlecht umgesetzt, sondern völlig überladen mit Informationen waren. Wozu benötige ich deine Fax-Nummer? Was geht mich dein Firmenmotto an? Warum brauche ich die Adresse deines Unternehmens, wenn ich sie überall im Netz finde? Karten leben von Leichtigkeit. Zu viele Informationen erdrücken sie wiederum.

Präzision ist alles

Dieser Punkt knüpft an den vorherigen an: Was gehört wirklich rauf? Das Twitter-Profil? Die Festnetz-Nummer? Fakt ist: Es gibt keine Mustervorlage. Warum auch? Von Branche zu Branche sind verschiedene Credentials gefragt. Mode-Blogger sollten ihr Instagram-Handle auf die Karte setzen; Journalisten im Idealfalle ihr Twitter, Produzenten ihre Youtube-Kanäle und so weiter – es wird klar, was ich meine.

Design ist kein Zufall

Niemand würde von sich behaupten, keinen Geschmack oder Sinn für Ästhetik zu haben – die Realität sieht leider anders aus. Wer also nicht viel von Design versteht, sollte sich einen Grafiker oder Designer zur Seite holen – oder eine Person, die zumindest einen Blick dafür hat. Für Laien ist Design oft wie Autofahren ohne Navigation: Man weiß, was das Ziel ist, aber man hat nicht wirklich Ahnung, wie man dort hinkommt. Einen konkreten Tipp für das Design habe ich trotzdem: Ein sauberes, aufgeräumtes, minimales Design bleibt eher hängen, als eine bunte und schrille Wundertüte. Understatement is everything.

Mut zur Kreativität

Auf einem Business-Event bekam ich eine Karte, die ein anderes Format hatte, als üblich: Sie war quadratisch. Zuerst dachte ich, dass das absolut unpraktisch sei und immer heraussteche – bis mir auffiel, dass genau das gewollt war. Wann immer ich durch meine Kartei ging und nach einer Business Card suchte (ja, das tue ich), fiel mir diese Karte sofort ins Blickfeld. Fazit: Aus typischen Mustern auszubrechen ist absolut kein Problem – solang man es gut und intelligent anstellt.

Delivery is key

Die beste Karte nützt nichts, wenn sie schlecht und unbedacht überrecht wird: Denn der persönliche Eindruck überwiegt immer. Wie also die Business Card anbieten? Grundsätzlich: Immer mit der rechten Hand aus der linken Innentasche des Sakkos ziehen. Wer sich an dieser Stelle fragt, wann er das letzte Mal ein Sakko getragen hat – ab auf die Ersatzbank. Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja: Die Karte mit der rechten Hand aus der linken Innentasche. Die Karte selbst so anbieten, dass der Empfänger sie direkt lesen kann. Für Profis: Karte an der oberen linken Kante festhalten, damit beim Überreichen kein seltsamer Handkontakt entsteht.
Jetzt sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Wer noch Impressionen benötigt, kann sich hier und hier welche holen.