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PHARRELL WILLIAMS – G I R L (ALBUM REVIEW)

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FUCK! Leo hat es wieder einmal nicht geschafft –  Glückwunsch an McConaughey, aber Leute? DiCaprio hat die mit Abstand beste Rolle seines Lebens gespielt und diese Rolle war mehr als oscarverdächtig. Nun gut, die Academy Awards sind ja schließlich nicht das Maß aller Dinge. Wolf of Wall Street wird dennoch in meinem Regal stehen.

Das Leben geht weiter und zwar zuckersüß: Pharrell hat das beste aus einem Montag gemacht und ein Album veröffentlicht. Noch vor dem Duschen und vor dem Zähneputzen ging es natürlich ab zu iTunes, wo das Album schon auf mich wartete: Schnell gezogen und schon ungeduldig in die 90-sekündige Preview bei iTunes reingelauscht – Fazit: Es hört sich schon ziemlich, zieemlich groovy an. Ich war schon ein eingefleischter Pharrell-Fan, da wog ich noch 20 Kilo mehr, war 20 Zentimeter kleiner und trug Alex-Turnschuhe – die kreisrunde Brille nicht zu vergessen. too much information

NOTE: Vorschau des Albums gibt es am Ende des Artikels.

Aber mal im Ernst: Das Album beginnt mit sanftem und äußerst filigranem Streichkonzert – ähnlich wie die erste Platte der 20/20 Experience von JT. Bei Pharrells Einstieg in den Song ist es ein Funk-Feuerwerk höchster Güte: Im Bruchteil einer Sekunde erinnert man sich an die alten Erfolge des Allrounders und merkt, dass nicht nur er, sondern seine Musik kein Stück gealtert ist. Mit Kelly Osbourne im Hintergrund beginnt das Album großartig.

Apropos JT: Der Track Brand New verschafft der Pop-Ikone Justin die Ehre und gibt ihm in diesem Uptempo-Beat gleich eine gute Basis: Der Song geht runter wie Öl und die Klangfarben der Stimmen und die Instrumentals ergänzen sich ausnahmslos. Erinnert ein wenig an Suit & Tie.
Gush könnte glatt von den Neptunes sein – das Stück speist mir automatisch ein Szenario in den Kopf: 30 Grad, Sonnenuntergang, Sonnenuntergang in Manhattan, Trump Tower, zu zweit. Boom. Den Rest könnt ihr euch denken.

Natürlich darf auch der Track des Sommers Happy nicht fehlen: Der Soundtrack zu Despicable Me 2 ist der ultimative Gute-Laune-Kracher und ich kann selbst nach gefühlten 32751 Mal den Track noch mit dem selben Enthusiasmus hören wie am Anfang. Ein Must, zum Glück auch ein Have.
Come Get It Bae ist eine Premiere für mich: Der wohl erste Track, auf dem mir Miley Cyrus gefällt. Wahrscheinlich nur so lange, bis ein Visual zu dem Song rauskommt und ihren flachen Arsch ihr hübsches Gesicht wieder im 16:9-Format sehen muss. Auch hier: Respekt P, good work.

Doch mein aktueller Lieblingstrack: Gust of Wind!! Ich liebe diesen verdammten Track! Heute Morgen beim Kaffee machen gehört, ich konnte es nicht lassen, Hollywood-B-Movie-artig dazu in der Küche abzutanzen. Keine Schamgefühle – schließlich ist niemand anderes als Daft Punk auf diesem Song vertreten und die Kombo ist einfach wie Honig auf spröden Lippen im Winter – richtig und wichtig.

Know Who You Are ist definitiv ein weiteres Schmuckstück der Platte: Das Duett mit Alicia Keys ist out of space und findet ihren Ruhepunkt auf dem sonst sehr funkigen und lebendigen Album. Ich finde, dass der Track mitunter am besten zeigt, dass Pharrell nicht nur ein begnadeter Produzent und Designer, sondern am Ende des Tages auch ein unglaublicher Sänger ist.
Der letzte Track It Girl ist mehr wie ein längerer Abspann für dieses Meisterwerk: zwei Minuten Lyrics, Rest Gitarrensolo und pharrellische Instrumentals. Mit wenig Tamtam verabschiedet sich Pharrell bei uns und lässt uns hoffentlich nicht so lange auf das nächste Album warten, wie auf dieses hier.

Fazit: Das Album war das lange erwartete Vermächtnis von Williams. Das 2006 veröffentlichte In My Mind war damals leider kein Werk, dass seinem Genie gerecht wurde (auch wenn ich es gerne gehört habe), dafür übt Pharrell sich in diesem Album in Perfektion und die Übung macht sich bezahlt. Absolute Kaufempfehlung.

DAS ALBUM GIBT ES HIER.