Music, Personal

TWENTY ONE PILOTS LIVE @POSTBAHNHOF BERLIN

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I am one lucky guy: Nachdem ich Dank meines Jobs das Angebot bekam, das Konzert des Indie-Duos aus den USA für lau zu besuchen, nahm ich die Chance auch wahr: Nach einem erfolgreichen Montag ging es zum Ausklingen gegen 20 Uhr zum Postbahnhof Berlin – meine Begleitung und ich fühlten uns beim freien Einlass superheftig.

Ich mag den Postbahnhof. Die Eventlocation brillierte schon mit zahllosen grandiosen Gigs von Künstlern lange vor ihrem kommerziellen Durchbruch – zumindest hierzulande. Macklemore beispielsweise beglückte dort die Fans erster Stunde im Jahre 2012 – nur um ein Jahr später dann ein paar Meter weiter in der O2-World aufzutreten. Verrückt.

Zurück zum Abend: Kurz nach Ankunft heizte der Voract der Deutschlandtour die Massen vor: This Void ist eine Indie-Band aus Jever, die einem fleischgewordenen Hipster-Traum gleicht: Ein Sänger mit Matt-Corby-Löwenmähne, ein Gitarrist im Kreuzberg-Friedrichshain-Look und ganz viele Skinny Jeans. Wie der Sound war? Top: Die Band performte mit Gusto und war dem Haupt-Act auf jeden Fall würdig. Hier ein Vorgeschmack:

So viel zu This Void – der eigentliche Grund war doch letzten Endes der Auftritt von twenty one pilots. Doch wer ist das ominöse Duo, das hierzulande schon eine kleine aber solide Fanbase besitzt? Um es mal in zwei Sätzen zu beschreiben:

Wer die sind? Die Band kommt aus Ohio; die beiden Collegefreunde Tyler Joseph und Josh Dun taten sich 2009 zusammen und produzierten ihre ersten zwei Alben mit eigenen Mitteln. Twenty one pilots klingt nach Indie, Rock und Alternative – die Musik bedient sich von zahlreichen weiteren Genres. 2012 folgte der Plattendeal, 2013 dann das erste Studioalbum: Mit „Vessel“ gelang ihnen erstmals der Einstieg in die US-Charts. Mittlerweile haben sich twenty one pilots in der Indie-Szene jenseits des Atlantik etabliert und wagen nun den Sprung nach Europa.

Der Auftritt war der Wahnsinn! Auch wenn ich lange nicht mehr auf einem Indie-Konzert war, war die Energie überwältigend. Die Jungs bieten eine beispiellos kurzweilige Show und verwandeln selbst einen unspektakulären Montag in einen wertvollen Samstag. Alienmasken, Backflips, Stagediving – was gab es eigentlich nicht? Finaler Höhepunkt war, als das Duo zum letzten Track auf den Händen des Publikums performte – Beweis gibt es hier:

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Die Kirsche auf dem Eisbecher war dann aber noch die kleine Ehre, die beiden Talente backstage treffen zu dürfen. Bodenständig und total sympathisch erzählten die Beiden von den einzelnen Konzerten, dem Spaß, den sie auf Tour hätten und dass die Tatsache, eine Europatournee zu machen, eigentlich ziemlich surreal und aufregend sei.

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Alles in allem ein gelungener Gig und ein Grund mehr, warum ich Konzerte so unendlich liebe. Mit gutem Gefühl ging es dann noch für einen Absacker ins Hannibal. Abend perfekt. Peace out.

PS: Das Album Vessel gibt es hier.