Art & Design, Personal

ART AT ITS FINEST – KAZIM GÜNYAR IM INTERVIEW (PHOTOGRAPHY & MOTION PICTURE)

471956_10150842823041301_895433718_o-1
Seit ich denken kann, üben Fotographie und Videographie eine faszinierende Wirkung auf mich aus. Wir leben zwar in einer Generation, in der die Spiegelreflex-Kamera demnächst in jedem Haushalt präsent sein wird – wie aber so oft können nur die wenigsten Besitzer mit einem so komplexen Gerät wie der DSLR umgehen. Es ist so leicht, ein gutes Motiv zu versauen und so schwer, einem Motiv Leben einzuhauchen.
Dass Fotografie eine Kunst ist die nicht jeder beherrscht, sehen wir jeden Tag auf Facebook. Doch zum Glück gibt es immer wieder Künstler, die ihr Handwerk kennen und wissen, wie man den perfekten Moment einfängt. Kazim Günyar, Fotograph und Filmemacher aus Hamburg, ist einer von ihnen. Selten sehe ich einen Künstler in Deutschland, der Trends und Zeitgeist so kompromisslos einfängt wie Kazim – doch anstatt einen ellenlangen Text über das Ausnahmetalent zu schreiben, lassen wir ihn einfach selbst sprechen. Kazim im Interview:
 
Allem voran: Glückwunsch zu deinem erfolgreichen Heiratsantrag! Deine zukünftige Frau scheint nicht nur Seelengefährtin sondern auch Inspiration zu sein – welche Auswirkungen haben deine Mitmenschen auf deine Kunst?
Kazim: Danke Dir es war ein großer und richtiger Schritt in meinem Leben!
Ja, das war sie von Anfang an – genau wie Freunde und Familie. Die Umgebung eines Künstlers ist sehr wichtig, denn es bildet und leitet im Großen und Ganzen den Stil eines jeden Künstlers und lässt viel über die Herkunft interpretieren. Man ist tagtäglich mit dem Umfeld und sie inspiriert einen zu neuen Ideen.
Kazim, ich kannte dich bevor ich dich kannte – eine Freundin erzählte mir damals auf Hawaii von dir, dem Typen, der Ryan Leslie fotografierte und ihn dann schließlich sogar auffing, als dieser von der Bühne fiel. Was war das für ein Moment?
Kazim: Unbeschreiblich! Ich war an dem Tag beauftragt, das Konzert zu dokumentieren – Fotos & Videos. Ich war das ganze Konzert lang zwischen Publikum und Bühne, quasi einen halben Meter von Ryan Leslie entfernt! Das Konzert war traumhaft, kannst du bestimmt nur bestätigen.
Es war das erste mal, dass ich gesehen habe, wie leidenschaftlich und dynamisch ein Künstler seine Passion auslebt und nach außen trägt – so kam es dann am Ende schließlich dazu, dass er sein Gleichgewicht verlor und von der Bühne stürzte. Ich war glücklicherweise „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ und konnte gerade noch eine schwere Kopfverletzung verhindern. Am nächsten Tag noch zusammen gegessen und wurde mit einem Artwork für das „BlackMozart“ Album beauftragt.

Weitere unvergessliche Momente deines Berufs?
Kazim: Jeder  Moment ist unvergesslich. Schließlich übe ich mein Hobby als Beruf aus, jedes Shooting, jeder Videodreh, jede Grafikarbeit ist eine neue Herausforderung und somit eine neue Aufregung für mich.

Zukunftsängste?
Kazim: Natürlich hat man immer im Kopf die „Was ist, wenn…“ Frage, aber so lange man positive sowie negative Erfahrungen macht, für seinen Traum kämpft und arbeitet, sollte man sich im Klaren sein, dass man den richtigen Weg geht – es öffnen sich immer neue Türen. Diese Frage wird ewig die Gedanken verrückt machen.

Auf dein Portfolio wurde ich erst über Instagram aufmerksam – viele Fotografen versuchen mit der Zeit mitzuhalten, was angesichts der tausend Plattformen jedoch schwer ist. Welche Plattformen nutzt du und wie wichtig sind sie für dich?

Kazim: Ich glaube ohne „Social Media“ geht heute nicht viel! Jeder Künstler, egal ob bekannt oder unbekannt, vertritt sich mindestens auf einer Plattform. Die Möglichkeit, seine Arbeiten online zu verbreiten, für sich zu werben, vereinfacht sehr vieles und ist auch noch kostenlos. Deine Arbeiten werden von Menschen aus aller Welt „geliket“, kommentiert und verbreitet! Meine ersten Aufträge bekam ich über Facebook.
Doch egal ob Facebook oder Instagram, ich benutze beides, die beste Kritik und Anerkennung bekommt man wieder von Freunden und Familie. Solange deine Arbeiten vom Umfeld geliebt werden, wird auch die Mehrheit der anderen auf deiner Seite sein.

Du bist ständig auf Achse – auf welche zukünftigen Projekte willst du die Leser gerne scharf machen?
Kazim: Ja, oft in letzter Zeit. Insallah, auch in nächster! Zuerst Einmal möchte ich mein Kommunikationsdesign-Studium in einem Jahr erfolgreich beenden. Nebenbei stehen neue Musikvideos bevor, die zur Zeit in Planung sind.
Desweiteren arbeite ich seit einigen Wochen mit einer Freundin aus NYC independent an einem Kunst-Magazin, welches zum ersten Mal Ende 2013 in 5 Metropolen publiziert wird.

Ein Wunschmodell deiner Wahl – egal wer.
Kazim: Gute Frage! Es sind keine bestimmten Models, die nur schön aussehen können.
Eher große persönlichkeiten aus Musik und Sport. Das wären, wenn ich es morgen machen müsste, ASAP Rocky und Zinedine Zidane. Beides eigene Geschichten für sich.

Lieblings-Döner in Hamburg?
Kazim: (lacht) Meiner Meinung nach gibt es in Hamburg nicht sehr viele Döner-Buden, die gut sind. Mein Lieblingsdöner ist seit ein Paar Monaten „Emek Döner“ in der Hoheluftchaussee.
Geht auf mich bei deinem nächsten HH-Besuch!

Merk‘ ich mir! Kommst du mich in Berlin besuchen?
Kazim: Klar, spätestens wenn ich dran bin mit dem Interviewen!

Ich freue mich unendlich darauf! Danke für das geniale Interview und viel Erfolg weiterhin!
Weitere Infos zu Kazim findet ihr hier: